Die neue Global Impact Liste Deutschland zeigt, welche Songs von Künstler*innen aus Deutschland im zweiten Halbjahr 2025 international am häufigsten auf Spotify gestreamt wurden. Dabei prägen das neue Ranking insbesondere elektronische Sounds, genre-übergreifende Produktionen sowie kreative Kollaborationen. Sie stehen für Karrieren, die sich über Songs, Releases und globale Verbindungen hinweg entwickeln. Die Liste macht sichtbar, wie vielfältig, vernetzt und international anschlussfähig Musik aus Deutschland heute ist.
Gleiche Künstler*innen, neue Songs: Reichweite entsteht über Zeit
An der Spitze der Liste zeigt sich dieses Muster besonders deutlich: WizTheMc und bees & honey, die mit „Show me Love“ bereits im ersten Halbjahr an der Spitze des Rankings standen, führen die Global Impact Liste Deutschland auch im zweiten Halbjahr 2025 mit „Take My Mind“ an. Dass sie nun erneut Platz 1 mit einem neuen Release erreichen, unterstreicht: Internationale Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf Künstler*innen, deren Sound weltweit wiedererkennbar ist – und nicht nur auf einzelne Hits.
MERO ist im zweiten Halbjahr gleich doppelt im Spitzenfeld vertreten. Der gemeinsam mit Ati242 produzierte Track „Uykusuz Geceler“ erreicht Platz 2, der Solo-Song „Uçurum“ Platz 3. Damit zählt der Rapper aus Rüsselsheim am Main zu den weltweit meistgestreamten Acts aus Deutschland auf Spotify.
Die wiederholte Präsenz mehrerer Künstler*innen über beide Halbjahre hinweg zeigt, dass internationale Reichweite oft über Kontinuität entsteht. Ein perfektes Beispiel dafür ist Keinemusik (&ME, Adam Port, Rampa): Bereits in der Global Impact Liste 2024 war das Label-Kollektiv aus Berlin mit wechselnden Kollaborationspartner*innen nicht nur auf Platz 1 gelistet („Move“), sondern gleich drei weitere Male in den Top-20 vertreten. Auf eine erneute Platzierung im ersten Halbjahr 2025 („Crazy For It“) folgt mit „See you again“ in Zusammenarbeit mit Sevdaliza nun eine weitere Top-20-Platzierung.
Internationaler Erfolg ist oft kollaborativ
Ein weiteres zentrales Merkmal des Rankings ist der hohe Anteil an Kollaborationen: Viele der international erfolgreichsten Songs aus Deutschland entstehen im Zusammenspiel mit Künstler*innen aus anderen Ländern oder Szenen. Diese Zusammenarbeit öffnet neue Hörerschaften und bringt Songs schneller in globale Playlists und DJ-Sets.
So erreicht Paul Kalkbrenner gemeinsam mit Stromae mit „QUE CE SOIT CLAIR“ eine hohe internationale Streaming-Reichweite. Auch Projekte wie „Losing Control“ von KI/KI und Marlon Hoffstadt oder das bereits erwähnte „See you again“ von Keinemusik und Sevdaliza zeigen, wie stark kollektive und internationale Konstellationen zum globalen Erfolg beitragen.
Auffällig ist zudem die mehrfache Präsenz von Solo-Künstler*innen im Kooperations-Kontext. Dazu gehört zum Beispiel der Folktronica-DJ BUNT.: Sein gemeinsam mit Myles Lloyd entstandener Song „Crazy“ landete auf Platz 4 der weltweit meistgestreamten Tracks aus Deutschland des zweiten Halbjahres 2025, während er dank zwei weiterer Kooperationen mit Tom Odell („Best Day of My Life (BUNT. Version) (feat. Tom Odell)“, Platz 6) sowie Izzy Bizu und The Chainsmokers („Spaces“, Platz 11) insgesamt dreimal in den Top-20 vertreten ist.
Gleiches gilt für Ely Oaks und LAVINIA, die mit „Same Thing“, „7 in the club“ und „Money Made Me A Savage – Calabria” dreifach gelistet sind.
Eigenständiger Sound als Trumpf: Wenn künstlerische Handschrift internationale Reichweite schafft
Neben etablierten Acts, die sich über kontinuierliche Releases und wiederkehrende Präsenz hervortun, beweist das aktuelle Ranking zugleich, dass auch aufstrebende Acts mit einem einzelnen Release internationale Hörer*innen begeistern können – solange sie eine klare künstlerische Handschrift haben.
Ein Beispiel dafür ist „Claw Marks“ der Newcomerin panicbaby, der im zweiten Halbjahr 2025 Platz 15 der Global Impact Liste Deutschland erreicht. Die Berliner Künstlerin – Teil der Spotify Auswahl „Artists to Watch 2026“ – verbindet im Track nostalgische, atmosphärische Klangwelten mit eindringlichen Texten. Mit dieser Mischung steht panicbaby exemplarisch für neue Acts aus Deutschland, die durch Originalität, künstlerische Qualität und kulturelle Relevanz über ihren Heimatmarkt hinaus sichtbar werden.
EDM ist weiterhin international gefragt – und überrascht immer wieder neu
Von „QUE CE SOIT CLAIR” über „Losing Control“ bis zu „See you again“: Elektronische Musik bleibt auch im zweiten Halbjahr 2025 ein verbindendes Element zwischen Künstler*innen aus Deutschland und internationalen Hörer*innen. Gleichzeitig zeigt das Ranking, dass elektronische Sounds besonders dann erfolgreich sind, wenn sie mit anderen Genres verschmelzen oder neue Kontexte eröffnen.
Ein Beispiel dafür sind die Electro-House-Vibes in Inéz’ und John Summits „crystallized (feat. Inéz)“ (Platz 7), aber auch die bereits erwähnten Kollabo-Tracks von BUNT., in denen elektronische Sounds mit Pop- und Singer-Songwriter-Elementen verschmelzen.
Die Top 20 der international meistgestreamten Songs von Künstler*innen aus Deutschland (2. Halbjahr 2025):
- WizTheMc, bees & honey – „Take My Mind“
- Ati242, MERO – „Uykusuz Geceler“
- MERO – „Uçurum“
- BUNT., Myles Lloyd – „Crazy“
- Paul Kalkbrenner, Stromae – „QUE CE SOIT CLAIR“
- BUNT., Tom Odell – „Best Day of My Life (BUNT. Version) (feat. Tom Odell)“
- Inéz, John Summit – „crystallized (feat. Inéz)“
- BOVSKI – „Low Again“
- Ely Oaks, LAVINIA – „Same Thing“
- KI/KI, Marlon Hoffstadt – „Losing Control“
- BUNT., Izzy Bizu, The Chainsmokers – „Spaces“
- KETSU, Mc Staff, Nakama – „FENOMENAL“
- Avie, Era7capone – „RS6“
- Ely Oaks, LAVINIA – „7 in the club“
- panicbaby – „Claw Marks“
- Mc Staff, Nakama – „SEM SAÍDA“
- Milky Chance – „Camouflage“
- 3robi, Bobby Vandamme, Chahid – „Andere Niveau“
- Keinemusik (&ME, Adam Port, Rampa), Sevdaliza – „See you again“
- Ely Oaks, LAVINIA – „Money Made Me A Savage – Calabria”


